ARBEITSGEMEINSCHAFT MILITÄRGESCHICHTE 2023/24

Besondere Erinnerungen:

Ansprechpartner der Arbeitsgemeinschaft:
Werner Borngräber
Bachstrasse 6
63526 Erlensee
Tel.: 06183-3894
w.borngraeber@gmx.de

Die nächsten Treffen finden regelmäßig am 1. und 3. Mittwoch des Monats, jeweils um 13:30 Uhr, in der Wasserburg statt.

Die Bilder können teilweise durch „anklicken“ vergrößert werden.

Der Fliegerhorst vor (2008) und nach dem Umbau (2023)

Samstag, den 7.10.2023

Am vergangenen Samstag besichtigten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Militärgeschichte, Bunker der Wetterau-Main-Taunus-Linie. Dieser zur „Kleinen Siegfried-Linie“ gehörende Teil, der sich von Büdingen bis Klingenberg erstreckte, bestand aus 329 Bunkern und wurde in den Jahren 1936/37 erbaut. Er sollte das Deutsche Reich vor einem schnellen Angriff von Ost und West schützen, der zur Abspaltung der südlichen Hälfte Deutschlands hätte führen können.
Nach der Besichtigung wurde noch ein Abendessen in der Gaststätte „Zum Löwen“ eingenommen. (hodi)

25. Februar 2023:

26. Februar 2023:

Ich habe die Berichte über den Mord an der Soldatin Gonzales auf dem Fliegerhorst Langendiebach aus dem Jahre 2001 zusammengefasst.

„FBI löst Cold Case um Mord an schwangerer US-Soldatin auf dem Fliegerhorst Langendiebach“

Amanda Gonzales (†19) und Shannon Wilkerson (Foto:FBI)

Mehr als 21 Jahre lang tappten die Ermittler in dem grausamen Mordfall auf dem US-Fliegerhorst Langendiebach im Dunkeln. Jetzt ist das Rätsel um den Tod der US-Soldatin Amanda Gonzales (†19) offenbar gelöst. Laut FBI ist in Florida ein Mann verhaftet und angeklagt worden, der die damals im vierten Monat schwangere Gonzalez erwürgt haben soll. Dem Angeklagten Shannon L. Wilkerson (heute 42) droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Nur wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, am 5. November 2001, herrschte auf dem Gelände der Fliegerhorst-Kaserne in Langendiebach Großalarm. In einem Zimmer der Kaserne wurde die Leiche von Gonzales gefunden nachdem Armeeangehörige nach ihr gesucht hatten, weil sie nicht zur Arbeit erschienen war und sich auch nicht abgemeldet hatte. Gonzales arbeitete damals als Köchin in der Headquarters Supply Company des 127. Aviation Support Bataillon der US Army. Als Todeszeitpunkt wurde nach dem Fund der 3. November ermittelt und die Todesursache war Ersticken. Vom Täter fehlte jedoch jede Spur.
Der Fall wurde nie zu den Akten gelegt und erregte in den USA großes mediales Aufsehen. Auch die Eltern hielten das Geschehen immer wieder wach, etwa mit Interviews in „People“ oder „Stars and Stripes“, dem Magazin für Army-Angehörige. Ein Sprecher der Militärstrafverfolgungsbehörde CID sagte nun zu „Stars and Stripes“, dass die Beamten seiner Behörde in diesem Fall die Ermittlungen nie aufgegeben haben, um den Täter vor Gericht zu bringen. Mehrmals war die Belohnung zur Ergreifung des Mörders von Gonzales erhöht worden, zuletzt waren es 125 000 US-Dollar.
Wie das US-Justizministerium nun mitteilte, war der mutmaßliche Mörder einer ihrer damaligen Kameraden. Wilkerson war zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls Mitglied der Streitkräfte. 2004 – damals längst noch nicht unter Tatverdacht – sei er aus der Armee entlassen worden. Das Motiv für seine Tat ist laut FBI noch nicht bekannt.
Der Angeklagte hatte sich nach seiner Tat offenbar längst an sein neues Leben gewöhnt: U.a. betrieb er in Andalusia (Florida) ein Fitnessstudio. In einer Anhörung am Donnerstag plädierte Wilkerson auf „nicht schuldig“. Wilkerson wird nach dem Military Extraterritorial Jurisdiction Act angeklagt. Dieser erlaubt es den amerikanischen Bundesgerichten, Straftaten zu verfolgen, die außerhalb der USA und z.B. von ehemaligen Army-Angehörigen begangen wurden. Ein erster Verhandlungstermin ist Medienberichten zufolge für den 27. März angesetzt.                                                                      (hodi)

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