Erste Gedanken an den Aufbau eines Heimatmuseums entstanden bei dem Verkauf der damals im Privatbesitz befindlichen historischen Wasserburg im Jahre 1974. Die Besitzerin, Frau Sadtler aus Frankfurt, veräußerte das Gebäude an die Gemeinde Erlensee mit der Auflage in der Burg ein Heimatmuseum einzurichten. Die Räume im Obergeschoss der Wasserburg wurden anfänglich von zwei örtlichen Vereinen genutzt, der Bergwacht und dem Schachverein. Nach Gründung des Erlenseer Geschichtsvereins 1978 entstanden konkrete Planungen für ein Heimatmuseum. Dieses sollte im Kellergewölbe der Wasserburg entstehen. Die Gemeinde renovierte diesen Raum, bevor Mitglieder des Geschichtsvereins ihn als Museum ausbauten. Am 25. Mai 1983 war es dann soweit. Der erste Museumsteil wurde feierlich eröffnet.

Eine Vielzahl von Exponaten aus beiden Ortsteilen wird ausgestellt. Ein Rundgang durch das Museum erzählt von bäuerlicher Kultur, traditioneller Hauswirtschaft und dem Vereinsleben beider Gemeinden. In den Vitrinen werden Ausstellungsstücke und Informationen aus der römischen Zeit Rückingens gezeigt. Gegenstände aus der privaten Sammlung der Ärztefamilie Calaminus von Langendiebach vervöllständigt das Bild.

Der Zuspruch der Bevölkerung ist nach der Eröffnung sehr groß. Bis zu 1000 Besucher werden bis Juni gezählt. Auch viele Schulklassen besuchen das Heimatmuseum. In den folgenden Jahren wird das Museum weiter ausgebaut. 1989 entsteht in einem zweiten Raum im Untergeschoss der Wasserburg der so genannte „Handwerkerraum“. Dort sind verschiedene Handwerkszweige wie Diamantschleiferei, Druckerei, Schuster und Schreinerei zu sehen.

Nebenan in einem romantischen unverputzten Eckraum entsteht 1990 eine ausführliche Ausstellung zur Römerzeit Die bei Grabungen im Rückinger Kastell gefundenen Ausstellungsstücke sind Leihgaben des Hanauer Geschichtsvereins.

Eine weitere Ausbauphase begann 1993. Teile des Obergeschosses der Burg wurden als Museumsräume ausgebaut. Dieser Teilbereich wurde am 24. Juni 1995 eröffnet.
Eine Schule aus früherer Zeit wird gezeigt. Eine alte Küche und ein Wohnzimmer aus der Zeit um die Jahrhundertwende können besichtigt werden. Alte Spielsachen, der Nachbau eines alten Kinderkarussells und noch vieles mehr erfreuen die Besucher. Mehr Platz ist auch für die vielen Sonder- ausstellungen, die der Geschichtsverein seinen Besuchern über all die Jahre zeigt.

Aus der früheren Küche im Obergeschoss wird 2003 der „Technikraum“. Dieser beherbergt alte Fotoapparate, Schreibmaschinen und Rundfunkgeräte. Der Zahn der Zeit nagt auch an den Ausstellungsräumen des Museums. So beginnen 2007 weit reichende Renovierungs- und Umbauarbeiten. Ab 2008 werden sich zwei Museumsräume im Untergeschoss der Burg neu gestaltet präsentieren. Bäuerliche Lebensweise und die weitere Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte sind ausführlich dargestellt. Der Bereich der Hauswirtschaft, Wissenswertes über verschiedene Berufszweige bis hin zu ausführlichen Informationen zur Ortsgeschichte werden aufgezeigt.

Besuchen sie unser kleines aber feines Heimatmuseum. In diesem Jahr können sie unsere Sonderausstellung zum Thema "Handel und Gewerbe von 1950 - 1970" erleben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Heimatmuseum im Jahre 2009

Die Öffnungszeiten und aktuellen Sonderausstellungen in unserem Heimatmuseum finden Sie unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen".